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Unsere Ideen für einen harmonischen Start in den Tag

  • Autorenbild: Hanna
    Hanna
  • 18. Mai
  • 5 Min. Lesezeit

4 Tipps, die den Morgen wirklich entspannen



Seien wir ehrlich: Nur die echten Frühaufsteher unter uns – diese beneidenswerten Lerchen – begrüßen den Tag mit einem fröhlichen „Guten Morgen!“. Für alle anderen (mich eingeschlossen) ist der Start in den Tag mit und für meine Kinder eher eine kleine Herausforderung. Egal, ob Wecker, Smartphone oder Mama sie daran erinnern, dass ein neuer Tag beginnt... selten springt hier jemand mit einem freudigen Lächeln aus dem Bett. Und wenn dann noch anstehende Termine, Zeitdruck, fast vergessene Schulprojekte und Ähnliches im Spiel sind, ist das Chaos oft vorprogrammiert.


Bei uns zuhause war das jahrelang nicht anders: Hektik, Frust, Diskussionen und manchmal sogar Tränen bestimmten viele unserer Morgen. Jeder hatte mit seinen eigenen kleinen oder großen Herausforderungen zu kämpfen. Das kleinste Kind, das partout DEN EINEN BESTIMMTEN Pulli tragen musste, ohne den ein Besuch des Kindergartens "nicht möglich" war. Das andere Kind, das „nicht so früh essen“ konnte und somit am liebsten ohne Frühstück in den Schultag starten wollte (was wir wissen, keine gute Idee ist), und wir Eltern, die einfach nur pünktlich und stressfrei aus dem Haus wollten.


Auf der Suche nach einer Lösung für unser Problem, durchforstete ich einige der Erziehungsratgeber, die ich in vielen Jahren Mamasein angesammelt hatte. Dabei wurde mir klar: es war mal wieder die gute alte Routine und schöne Rituale, die uns bei der Gestaltung unserer Morgen verloren gegangen waren. In "Heaven on Earth: A Handbook for Parents of Young Children" von Shariffa Oppenheimer (unbezahlte Werbung) kann man zum Beispiel wunderbar nachlesen, warum beides sooo wichtig ist, vor allem für kleinere Kinder. Wenn wir also nur an ein paar Stellschrauben drehen würden, könnte der Start in den Tag wieder deutlich entspannter werden. Eine herrliche Vorstellung! ;)


Und siehe da: Mit ein bisschen Planung, liebevollen Routinen und realistischen Erwartungen ließ und lässt sich bis heute der Tag tatsächlich harmonisch beginnen. Es hat viele, viiieele Anläufe gebraucht – aber inzwischen haben wir Abläufe gefunden, die unsere Morgen deutlich ruhiger, entspannter und sogar schöner machen.


Die besten Ideen möchte ich heute mit dir teilen.



Tipp 1: Vorbereitung ist alles – weniger Stress am Morgen


Wenn morgens eines fehlt, dann ist es Zeit. Kleine Kinder besitzen noch kein echtes Zeitempfinden, und für größere Kinder ist „Pünktlichkeit“ ein dehnbarer Begriff. Wenn wir Eltern also drängeln, während sie noch im Schlafanzug über dem Müsli brüten, ist Streit fast vorprogrammiert.


Darum mein wichtigster Tipp: Bereite so viel wie möglich am Abend vor. Das schafft Freiraum und Gelassenheit. Und manchmal sogar Platz für eine Extra-Minute Kuscheln, ein Gespräch, das sonst untergegangen wäre oder für eine kurze Verschnaufpause, bevor alle in die Welt rausgehen.


Das hilft uns besonders:


  • Frühstückstisch am Vorabend decken: Kein Stress, keine Fragen, kein Chaos. Jeder weiß, was es gibt, und niemand streitet über Müsli oder Brot. Dabei arbeiten wir im Rotationsprinzip, damit keine Langeweile auf dem Speiseplan aufkommt.

  • Kleidung rauslegen: Besonders bei jüngeren Kindern Gold wert. Wir wählen das Outfit gemeinsam abends aus – das erspart morgens Drama und Tränen. Ein Zeitpuffer bei spontanen Wetterwechseln ist eingeplant.

  • Schulsachen checken: Elternzettel unterschreiben, Bücher einpacken, Sportzeug bereitstellen und vieles mehr, das am Vorabend entspannt abgehakt werden kann.

  • Brotdosen vorbereiten: Man kann sie abends schon füllen und in den Kühlschrank stellen. Morgens einfach greifen und los.


Das alles dauert am Abend keine Viertelstunde, spart aber am nächsten Morgen gefühlt eine Stunde und eine Menge Nerven. Und das Schönste: Es bleibt Zeit für ein paar ruhige Momente miteinander, anstatt gehetzt durchs Haus zu rennen.


Tipp 2: Entspannt aufstehen – mit Gefühl statt Druck


Unsere Kinder sind sehr unterschiedlich, was das Aufstehen betrifft. Das eine steht quasi auf, sobald der Wecker klingelt, das andere braucht eine halbe Ewigkeit, um überhaupt zu blinzeln. Das ständige Kontrollieren und Ermahnen stresste dabei nicht nur mich, sondern auch die Kinder. Früher habe ich dann versucht, den Prozess zu „beschleunigen“. Mit mäßigem Erfolg. Heute plane ich bewusst Zeitpuffer ein.

Manche Kinder brauchen einfach ihre Zeit, um in den Tag zu finden. Und das ist okay. Wenn dein Kind morgens ständig müde oder quengelig ist, hilft vielleicht auch ein Blick auf die Zubettgehzeit. Ein ausgeschlafenes Kind ist offener, fröhlicher und kommt viel besser in den Tag, was übrigens auch für uns Erwachsene gilt, oder?! :)


Kleiner Zusatz-Tipp: Wir wecken die Kinder so, dass sie in ihrem Tempo wach werden können. Kein Drängen, kein Rufen, kein „Jetzt aber los!“ direkt nach dem Aufwachen. Wenn nötig, bringe ich ihnen ein Glas Wasser, einen Kakao, Tee, kuschle mich kurz dazu. Das macht den Übergang vom Schlaf in den Tag so viel weicher.


Tipp 3: Licht, Licht, Licht oder: Sanft in den Tag starten


Ich erinnere mich selber noch gut daran, wie schrecklich es war, wenn morgens plötzlich die grelle Deckenlampe anging. Dieses kalte Licht, mitten ins verschlafene Gesicht, das war für mich als Kind der Inbegriff von „Falscher Start in den Tag“ und produzierte sofort einen Unwillen aus dem kuscheligen Bett aufzustehen

.

Darum habe ich mir geschworen, es mit meinen Kindern anders zu machen. Im Sommer fällt das ja auch relativ leicht: Die Sonne geht früh auf, das Tageslicht flutet ins Zimmer, insofern man die Rolladen oder Vorhänge einen Spalt geöffnet lässt und das Aufwachen geschieht fast von selbst.

Im Winter dagegen... tja, da braucht es kleine Tricks. Wir zum Beispiel nutzen sanftes, warmes Licht, das sich langsam steigert: erst die Lichterkette im Kinderzimmer, dann vielleicht das Flurlicht, das durch die Tür schimmert. Manchmal hilft auch ein sogenannter Lichtwecker, der den Sonnenaufgang simuliert. So wird der Körper ganz natürlich wach, ohne das Gefühl, aus dem Schlaf gerissen zu werden.


Je wacher die Familie, desto heller darf das Licht werden. Das ist ein Prinzip, mit dem wir sehr gute Erfahrungen machen.


Tipp 4: Rituale schaffen Halt – kleine Inseln im Alltag


Rituale sind für mich das Herzstück eines harmonischen Morgens. Das kommt jetzt wohl wenig überraschen, wenn du schon das eine oder andere hier auf meinem Blog gelesen hast. ;) Aber ich merke selber, dass man sich als Erwachsener, der seinen Kopf gerne überall hat, in anstehenden Terminen, To-Do's und dem Alltagschaos, häufiger noch mal bewusst daran erinnern muss, WIE WICHTIG Rituale für unsere Kleinen sind. Sie geben Struktur, Orientierung und ein Gefühl von Sicherheit. Besonders für Kinder, aber ehrlich gesagt auch für uns Eltern.


Das Schöne ist: Rituale müssen nichts Großes oder Aufwendiges sein. Es reicht, wenn sie wiederkehrend und liebevoll sind.


Bei uns gehört dazu:

  • der gemeinsame Moment auf dem Sofa mit Kaffee für die Großen, Tee oder Kakao für die Kleinen

  • eine Kerze am Frühstückstisch, egal zu welcher Jahreszeit

  • ein kurzer Morgenspruch („Heute wird ein guter Tag!“),

  • oder einfach ein saisonales Lied, das wir nebenher gemeinsam singen.


Alles natürlich ohne den Druck, die Punkte abhaken zu müssen. Aber meist ergibt sich ein natürlicher Flow und eine Sache folgt organisch auf die andere und gibt allen Halt, Geborgenheit und Sicherheit. Diese kleinen Konstanten entschleunigen das Geschehen. Sie holen alle an einen Punkt und geben dem Tag einen friedlichen, warmen Beginn. Die kleinen Rituale sind wie eine leise Melodie, die uns durch den Morgen trägt.



Mit Gelassenheit, Licht und Liebe in den Tag starten


Du siehst: Ein harmonischer Start in den Tag ist kein Zufall, eher ein Entwurf, der einmal erdacht und gelebt für viel Entspannung sorgt. Er entsteht durch ein bisschen Planung, ein wenig Geduld und ganz viel Achtsamkeit, was die kleinen und großen Leute in eurem Haushalt so brauchen. Wenn du abends ein paar Dinge vorbereitest, morgens für sanftes Licht sorgst und kleine Rituale pflegst, verwandelt sich der Start in den Tag vom Chaos in eine ruhige Routine, die euch als Familie stärkt.


Und das Beste daran: Es wird plötzlich Raum für Nähe frei. Für ein Lächeln, ein „Ich hab dich lieb“, bevor der Tag beginnt. Und genau das ist doch der schönste Start überhaupt! 🤍

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